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Reisetagebuch 'Marokko 2017'

Abschnitt 1 - 'Anreise nach Algeciras (Fähre nach Tanger)'

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Am 29.09.2017 (1. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:  von Trier auf A68 kommend in Ri. Wasserbillig ca. 7 km vor Grenze

Ort:  P Sauertal A68                                  Stellplatz: geräumiger Pl./WC

Noch vor 9.00 Uhr gehen wir auf Tour. Da wir nur auf Autobahnen unterwegs sind, erreichen wir noch am Nachmittag

Luxemburg mit seiner preiswerten Tankstelle in Wasserbillig. Unsere beiden Haupttanks lechzen nach Nahrung - Uwe

füllt sie bis zur Halskrause voll. Um eine einigermaßen angenehme Nacht verbringen zu können müssen wir leider noch

einmal ein Stück zurück - zum letzten Parkplatz an der Autobahn noch in Deutschland - aber kurz vor der Grenze zu

Luxemburg. Die erhoffte Erholung fällt jedoch vorerst einmal aus - wir stellen wieder einmal einen Defekt an unserer

Wasserversorgung fest. Nur mühsam bekommen wir die Sache einigermaßen unter Kontrolle und verbringen

anschließend nach einem etwas magerem Abendmahl doch eine ruhige Nacht.

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Am 30.09.2017 (2. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Andernach                                        Stellplatz: WoMo-Stellpl./Ent-u.Vers.

Wichtige Dinge sind zu Hause zurückgeblieben. Um in Ruhe die Reise fortzusetzen nehmen wir die etwa 1000 km

Umweg - 500 zurück nach Crimmitschau und 500 wieder hierher - in Kauf. Bereits 4.00 Uhr rollt unser Mobil in

Richtung Heimat. Noch vor Mittag erreicht, wird alles Vergessene erledigt und die Reise geht wieder in Richtung

Frankreich. Für eine angenehme Nacht suchen wir den Uwe bekannten Wohnmobilstellplatz etwas abseits der Strecke in

 Rheintal bei Andernach auf.

Uns empfängt eine total überfüllter Platz - doch wir finden noch ein Plätzchen auf Stellplätzen für Busse. Für die eine

Nacht werden wir wohl nicht auffallen, andere WoMo-Besatzungen haben sich auch dafür entschieden.

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Am 01.10.2017 (3. Reisetag):

Tacho:   233.540  Anfahrt:

Ort:  Air de Toul/Rastst. A 31                     Stellplatz: sehr geräum. Parkplatz

Eigentlich wollten wir hier einen Tag am schönen Rheinufer verbringen, doch der Andrang ist uns zu groß. Da unser

Wasserproblem wahrscheinlich durch Keime im Tank verursacht wurden, spülen wir hier am Platz unseren Tank und

füllen etwas Wasser auf, entsorgen unsere Toilette und auf geht es nach Luxemburg und weiter nach Frankreich. Bis

Wasserbillig zur Tankstelle läuft es wunschgemäß und reibungslos. Eigentlich ist es das Einfachste der Welt, nun nach

Frankreich zu kommen. Eine Sperrung der A3 in Luxemburg macht uns und unserem Navi schwer zu schaffen, sodass

wir uns mehrmals im Kreise drehen - immer wieder kommen wir zur gleichen Absperrung, egal wie wir es anstellen.

Unser Navi ist dabei genau so dumm wie wir.  Wir greifen auf alte Methoden zurück, lassen Umleitungshinweise und die

hektischen Anweisungen vom Navi unbeachtet und orientieren uns am Sonnenstand, um nach Frankreich zu kommen.

Irgendwann kriegt sich das Navi wieder ein und führt uns auf die A3 - hinter der Sperrung. Nach viel Zeitverlust rollen

 wir weiter in Richtung Metz und weiter bis Toul, wo einen sehr gut für Übernachtung geeigneten  Autobahnparkplatz

finden.


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Am 02.10.2017 (4. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Le Cheix sur Morge                            Stellplatz: WoMo SP / Ent/Vers

Position: N  45Grad  57Min.  6Sek.  /  E  3Grad  10Min.  41Sek.  oder:  45,9517   /  3,1781 Dezimalgrad

Um unsere Route müssen wir uns nicht groß kümmern - dies nimmt uns unser Navi ab. Meist rollt unser Verhikel über

kleinere bis mittlere Straßen. Der morgendliche Nebel zieht bald ab und es wird ein schöner Tag. Die kleinen

Ortschaften, durch welcher wir kommen, haben typischen französischen Charakter - die Häuser oft aus Stein gebaut

und ansonsten mehr oder weniger beige bis grau, ganz nach dem üblichen Verputz. Man kann deutlich erkennen, daß die

Franzosen ihre Häuschen nicht wie in Deutschland als Statusobjekt - sondern mehr oder weniger als eine Bleibe

betrachten. In vielen Städten werden für Wohnmobilisten Stellplätze mit Ent- und Versorgung angeboten. Schon

reichlich spät am Nachmittag - nach vielen gefahrenen Kilometern geht Uwe auf die Bremse, gerade huschte ein

Hinweisschild zur "Aire de Camper Cars" vorbei. Wir drehen um, drehen ab in die Richtung des Schildes und können uns

 schon bald neben anderen Campern platzieren.

Nach dem Abendbrot können wir auf einem Spaziergang durch die Stadt unsere Beine noch ein bißchen in Bewegung

bringen.

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Am 03.10.2017 (5. Reisetag): Bild MA17-17-10-03

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Aire de Rougiers D32                         Stellplatz: P mit WC und Wasser

Position: N  43Grad  52Min.  12Sek.  /  E  2Grad  45Min.  21Sek.  oder:  43,8700   /  2,7558 Dezimalgrad

Heute werden wir eine besondere Sehenswürdigkeit - Gorge de Tarn - besuchen. Wir möchten uns gern hier 1 bis 2

Tage aufhalten, um diese uns von früher bekannte Schlucht richtig kennenzulernen. Leider verdirbt uns gleich auf dem

Parkplatz des Städtchens ""  der Anblich dieser hässlichen Schilder "Wohnmobile nur von Sonnenauf- bis

-untergang" die Laune. Wenn wir die erhofften (und auch vorhandenen) Wanderungen machen wollen, müssen wir erst

eine Bleibe finden. So fahren wir - immer in der Schlucht - ca. 30 Km den Tarn aufwärts ohne fündig zu werden. Davon

abgesehen ist die Fahrt ein wirkliches Erlebnis. Gleiches gilt für die  ca. 40 Km Tarn abwärts (Bild).

Wir ziehen weiter. Unterwegs gibt es noch ein Päußchen mit Quarktorte von zu Hause und abends entdecken wir wieder

einen schönen Platz "Aire de Rougiers", hell beleuchtet mit WC und Waschbecken. Wir verbringen hier einen ruhigen

Abend und eine angenehme Nacht.

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Am 04.10.2017 (6. Reisetag):

Tacho:   234.822  Anfahrt:

Ort:  Agramunt                                         Stellplatz: P am Ortseing./hell/bel.

Position: N  41Grad  47Min.  14Sek.  /  E  1Grad  5Min.  35Sek.  oder:  41,7872   /  1,0931 Dezimalgrad

Es rollt und rollt, wieder wird es ein langer Fahrtag. Bei Andorra überqueren wir die Pyrinäen und kommen so nach

Spanien. Vorher werden natürlich die günstigen Dieselpreise des kleinen Staates genutzt und alle Tanks in unserem

Mobil gefüllt.  Unsere defekte Wasserversorgung treibt uns voran. Ohne große Pausen fahren wir bis in die

Abendstunden. Schon ein bißchen in Sorge, finden wir doch noch einen recht geräumigen Parkplatz am Ortseingang von

Agramunt in Katalonien. Hell beleuchtet neben einem Wohngebiet - das verspricht uns eine angenehme und ruhige Nacht.


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Am 05.10.2017 (7. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Agua Amarga                                     Stellplatz: P am Ortseingang

Position: N  36Grad  56Min.  28Sek.  /  W  1Grad  56Min.  12Sek.  oder:  36,9411   /  -1,9367 Dezimalgrad

Unser heutiges Etappenziel liegt weit, weit entfernt - fast 800 km  - wir hoffen noch heute die Küste von Andalusien zu

erreichen. Nur kurze Stopps, um unseren Flüssigkeitshaushalt etwas aufzufrischen, sonst fahren wir durch. Es rollt

auch sehr gut, da wir fast immer auf autobahnähnlichen Straßen unterwegs sind.

Wir erreichen am Abend das uns schon lange bekannte Ferienstädtchen Agua Amarga im NP "Cabo de Gata". Hier im NP

wollen wir wenigstens einige Tage verbringen, weil hier noch richtig Sommer ist und es viele Gelegenheiten für

Wandern und Baden gibt. Unsere Freude erhält einen Dämpfer, weil man hat inzwischen die schönen

Wohnmobilstellplätze unweit des Strandes gesperrt hat, Zugang zum Strand nur noch für PKW´s. Wir suchen uns einen

anderen Platz für eine Nacht. Abends schlendern wir noch durch das Städtchen. Die Nachsaison ist noch in vollem Gange.

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Vom 06.10.2017 bis 07.10.2017 (8. bis 9. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Las Negras                                       Stellplatz: Camping La Caleta

Position: N  36Grad  52Min.  19Sek.  /  W  2Grad  0Min.  28Sek.  oder:  36,8719   /  -2,0078 Dezimalgrad

Über Umwege erreichen wir Las Negras, mit dem Campingplatz "La Caleta". Noch mit unserem Hymer-Mobil haben vor

vielen Jahren diesen Platz einmal besucht. Um den Defekt unserer Wasserpumpe zu beheben, bietet sich dieser Platz

an. Wir sind erstaunt, wie sich dieser Platz doch in den Jahren gemausert hat. Schöne, reichlich bemessene Stellplätze,

in der Sonne oder unter einem Sonnendach - ganz nach Belieben und saubere sanitäre Anlagen zeichnen den Platz in der

kleinen Bucht gelegen zwischen Bergen aus. Ein schöner Pool rundet die ganze Sache noch ab.  Uwe macht sich schon

bald an die Arbeit. Am Abend können wir aufatmen - unsere Wasserpumpe schnurrt wieder wie ein zufriedenes

Kätzchen. Später gesellt sich ein einsamer Bayer zu uns, wir plauschen ein bißchen. Als er uns jedoch mit viel

Überredungskunst zu einem Joint überreden will, machen wir unserer Bekanntschaft diskret ein Ende. Auch das gehört

 zu unserem Wanderleben. Man trifft eben auch verdammt schräge Typen. Die wg. Pumpendefekt längst vermißte Dusche

 genießen wir natürlich hier auf einem Campingplatz mal ausgiebig und in vollen Zügen.

07.10.2017 - Das Wetter ist sommerlich warm, liegt so bei 28 Grad im Schatten - ein kleines Lüftchen, wie üblich am

Meer macht es uns angenehm. Ich nutze die Gelegenheit, die angefallene Wäsche der Woche zu waschen. Am Mittag

machen wir uns zu einem kleinen Marsch, die Wanderung "Sendera Moleto" - immer an der Küste entlang zu kleinen

Nachbarbucht, welche wir natürlich auch längst kennen; beim letzten Aufenthalt hatten wir hier tschechische Nachbarn,

 die ein kleines Hühnervölkchen in ihrem Wohnanhänger hielten und ihre schmale Reisekasse mit dem Verkauf von Eiern

 aufbessern wollten. Was uns damals amüsiert hat, hat den Rangern des Parkes weniger gefallen - und so war das

Folgenden für uns keine große Überraschung:

Wohnmobile dürfen nun hier nur noch von Sonnenauf bis -untegang stehen. So manchen schönen Tag und auch die Nacht

hatten wir hier schon erlebt. Letzteres ist nun leider vorbei.


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Vom 08.10.2017 bis 09.10.2017 (10. bis 11. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Las Negras                                       Stellplatz: P Ortsmitte

Position: N  36Grad  52Min.  41Sek.  /  W  2Grad  0Min.  20Sek.  oder:  36,8781   /  -2,0056 Dezimalgrad

Für unsere heutigen Aktivitäten - Postsuche und Einkäufe tätigen - bietet sich der große Parkplatz im Ortszentrum von

Las Negras an. Wir bummeln schon bald durch den noch von vielen Urlaubern gefüllten Badeort und haben balt alles

Nötige besorgt. Am Platz haben sich noch andere Camper eingefunden.

Am Nachmittag wird das erste Roggenvollkornbrot gebacken und Uwe kocht schon für die nächsten Tage vor. Morgen

wollen wir unsere erste größere Wanderung zur kleine Bucht "San Pedro" in Angriff nehmen.

09.10.17 - Wie schon angedeutet, begeben wir uns heute auf Wanderschaft. Meistens bläst hier ein gehöriger Wind -

aber heute herrscht fast Windstille. Nach etwa drei halben Stunden erreichen wir unser Ziel. Schweißtreibend und

Durst machend war der erste Teil. Wir suchen uns am Strand zwischen den jugendlichen und spätjugendlichen Hippis

einen schattigen Platz für eine Rast - uns ist nur nach "viel Trinken" zumute. Nach ca. 30 Minuten gehen wir den

Rückmarsch an und sind am Nachmittag an unserem Mobil. Nach dem Abendbrot bummeln wir noch ein bißchen durch das

 Urlauberstädtchen und machen einen kleinen Einkauf.

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Am 10.10.2017 (12. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Agua Amarga                                     Stellplatz: s. 5.10.17

Position: N  36Grad  56Min.  28Sek.  /  E  1Grad  56Min.  12Sek.  oder:  36,9411   /  1,9367 Dezimalgrad

Der schöne Badestrand mit Bucht von "Punto les Muertos" - östllich von Agua Amarga  ist uns von 2015 noch in guter

Erinnerung. Über dem Strand sind gut angelegte Parkplätze vorhanden. Vielleicht bietet sich sogar eine Übernachtung

hier an. Wir parken unser Auto und machen uns bald auf den Weg. Zuerst geht es zu einer Aussichtsplattform und dann

schlängelt sich ein Pfad hinunter zum Strand. Das glasklare Wasser, dazu der leergefegte Himmel, die Wärme - das

zusammen überredet uns zum ersten Bad im Mittelmeer. Es ist wunderschön - noch sommerliche Temperaturen auch im

Wasser - wir genießen es. Für mich zunächst etwas ungewohnt, da mein lädierter Arm sich erst an das Schwimmen

gewöhnen muß - noch stelle ich mich ein bißchen ängstlich an. Wir bummeln noch ein wenig am Strand und kehren zum

Kaffee trinken zum Mobil zurück. Schön gestärkt unternehmen wir unseren zweiten Tripp auf den in Nachbarschaft

gelegenen Berg mit alter Burgruine und daneben der Leuchtturm, gelegen zwischen Agua Amarga und Carboneras. 

Abends ziehen wir uns dann auf den uns bekannten P am Ortseingang von Agua Amarga zurück. Man wird uns doch

hoffentlich stehen lassen!!!

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Am 11.10.2017 (13. Reisetag): Bild Ma17-17-10-11

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Las Negras                                       Stellplatz: s. 8.10.17

Wir verbringen heute einen schönen Badetag am "Playa Playazzo" (Bild), ziehen uns jedoch für die Nacht wieder zum

Parkplatz nach Las Negras zurück.


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Am 12.10.2017 (14. Reisetag): Bild MA17-17-10-12

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Playa Playazzo                                    Stellplatz: am Strand

Das Wetter ist zu schön und auch zu heiß zum Wandern, also keine Alternative zum Strandleben. Uwe baut unser neues

Wind- und Sonnenschutzdach auf. So läßt es sich aushalten. Wir genießen die ruhige See zum Baden. Für mich ist das

Schwimmen die beste Physiotherapie. Spanien feiert heute ihren Nationalfeiertag - viele spanische Camper haben

hierher gefunden (Bild) - so wird heute die Polizei wohl ein Auge zudrücken und das Schild am Zugang zu diesem

begehrten Plätzchen nicht so ernst nehmen. Wir wagen es, mal hier zu übernachten.

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Am 13.10.2017 (15. Reisetag): Bild MA17-17-10-13

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  La Isleta                                          Stellplatz: im Abflußgraben der Stadt

Der Tag verläuft ähnlich wie gehabt - Strandleben nach unserem Geschmack. Der Betrieb hält sich heute in Grenzen, da

 der Feiertag vorüber ist. Nach dem Faulenzen machen wir wenigstens noch einen Spaziergang, um die Schönheit der

Umgebung (Bild) zu genießen. Bis nach unserem Abendmahl ist alles paletti - doch nun entdecken wir ein Auto mit

Rundumleuchte - die Polizei. Heute gibt’s keinen Pardon - alle Camper müssen den Strand räumen. Wir fahren zum  nahe

gelegenen  La Isleta. Kein Traumplatz - aber für die eine Nacht ganz ok.

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Am 14.10.2017 (16. Reisetag): Bild MA17-17-10-14

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  San Jose                                          Stellplatz: Straße n/ö der Stadt

Position: N  36Grad  46Min.  9Sek.  /  E  2Grad  6Min.  19Sek.  oder:  36,7692   /  2,1053 Dezimalgrad

Von La Isleta geht es zurück zu unserer beliebten "Badebucht". Der Tag läßt sich nicht so gut an. Der Wind frischt auf -

 bald knickt unser Wind- und Sonnenschutz ein und zum Baden bläst es uns zu sehr. Wir brechen noch vor Mittag den

Aufenthalt hier ab und wenden uns in in Richtung Westen. In dem kleinen Feriendomizil Las Esculos machen wir

Zwischenstopp, verbringen den Tag am Strand und erkunden die wilden Küstenformationen (Bild). Leider gibt es auch

hier die hässlichen Schilder "Wohnmobile nur von Sonnenauf- bis -untergang" - so müssen wir am Abend das Weite

suchen. Immer weiter in Richtung Westen, aber immer in Küstennähe. Das nächste Urlauberörtchen vor Cabo de Gata ist

 San José. Hier kennen wir uns aus und suchen den uns bekannten Stellplatz an einer gut ausgebauten Straße am

Ortseingang, mit Parkbuchten, wo keiner parkt, und fast ohne Verkehr. Direkt unter den Straßenlaternen können wir

ruhig schlummern.


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Am 15.10.2017 (17. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Camperpark A3108 km 6                      Stellplatz: Camp

Position: N  36Grad  48Min.  58Sek.  /  W  2Grad  8Min.  57Sek.  oder:  36,8161   /  -2,1492 Dezimalgrad

Wir wagen trotz gnadenloser Sonne - aber ein frischer Wind - die Wanderung zum Cap "Cabo de Gata". Heute zum

Wochenende sind viele Touristen unterwegs, die meisten gehen jedoch nur ein Teilstück der Strecke. Der Wind frischt

weiter auf - wir kämpfen oft bergauf mit einem starken Gegenwind, sodaß wir froh sind als wir den Gipfel erreichen.

Trotz des Windes eine schweißtreibende Angelegenheit.  Auch abwärts ist der Marsch kein Vergnügen - so richtig

können wir uns nicht einmal an der schönen Umgebung erfreuen. Glücklich, endlich wieder unser Mobil am

Strandparkplatz erreicht zu haben, sinken wir auf unsere Plätze - nur noch Trinken. Später gibt es ein starkes 

Käffchen zum Aufmöbeln unserer Geister mit leckerem Gebäck und anschließend geht es weiter in Richtung des

Städtchens Cabo de Gata - wir suchen den Camperpark, denn unser Mobil muß ent- und versorgt werden. Die Suche wird

 zwar nicht einfach, aber letztendlich erfolgreich.


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Vom 16.10.2017 bis 21.10.2017 (18. bis 23. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  San Jose                                          Stellplatz: s. 14.10.2017

Vom Camperpark fahren wir wieder nach San José. Zunächst geht es zum Supermarkt - es fehlt Einiges in unserem

Kühlschrank. Anschließend hat Uwe die unangenehme Aufgabe des turnusmäßigen Räderwechsels und dann peilen wir

einen der nächst gelegenen Strände an und verbringen den Tag dort mit Strandspaziergängen und Aufenthalt am bzw. im

 Mobil, denn der unangenehme Wind hat sich noch nicht gelegt.

Für die Nacht fahren wir nach San José zum bekannten Platz  zurück.

17.10.2017 - Der Sturm hat sich gelegt, das Wochenende ist auch vorüber, was heißt, in unserer Lieblingsbucht "Los

Genoveses" ist kein Andrang. Keine Surfer und Kite-Surfer und andere Wassersportler tummeln sich am Strand. Für uns

 wird es ein schöner Strandtag. Die Nase voll von der Sonne machen wir uns noch auf zu einem kleinen Trip hoch hinauf

zum westlichen Ende, einem Kap an der Bucht. Dann zurück zum Stellplatz in San Jose.

18.10.2017 - Heute kündigt uns der Wetterbericht ideales Wetter zum Wandern an. Also nichts wie los. Wanderstiefel

geschnürt, Rucksack auf und abmarschiert. Unsere Route soll uns immer entlang an der Steilküste zur Ortschaft Los

Esculos bringen - eine für uns von früher bekannte Tour mit wunderschönen Blicken auf das Meer und viele kleine

Buchten. Es scheint keine Sonne, was wir als sehr angenehm empfinden. Leider zeigt sich daher heute keine so schöne

blaue Färbung des Meeres. Aber man kann eben nicht alles haben. Auf halbem Weg jedoch nimmt die dunkle Färbung des

 Himmels bedrohliche Ausmaße an, hinter den Bergen rumpelt es schon böse. Noch sind wir der Hoffnung - es zieht

Alles an uns vorüber - waren doch nur 10 % Regenwahrscheinlichkeit prophezeit. Unser Wunsch wird doch nicht erfüllt.

Bald bricht das Unwetter los - weit und breit keinerlei Schutz - wir lassen es auf uns niederprasseln. Es läuft mir über

den Kopf, den Rücken - hinein in meine Shorts, zum Zwickel wieder heraus und bald ist die Suppe in den Schuhen.

Besonders unangenehm wird bald ein kalter Wind und Regentropfen, die schon zu Hagel neigen. Wir sind tapfer und

zerren, sobald der Regen nachläßt, unsere wenigen trockenen Kleidungsstücke aus dem Rucksack und entledigen uns der

nassen bzw. wringen sie wenigstens aus. Bei Sonnenschein und wieder versöhnt mit der Umwelt erreichen wir unser

Mobil und erholen uns bei Tee mit Kognac von den Strapazen. Nach dem Abendessen gehen wir noch eine Runde und

entdecken zu unserer Freude am Campingplatz "Tau" eine für alle Camper zugelassene Ent- und Versorgungsstation.

19.10.2017 - Heute ist der eigentliche Regentag - lt. Wetterbericht. Wir wollen den Tag entweder zu Innendienst nutzen

und ansonst uns einfach mal treiben lassen. Spät aufstehen, ganz relaxt frühstücken usw. usw. … Am Abend wieder der

kleine Verdauungsspaziergang.

20.10.2017 - Der Tag verspricht einen blauen Himmel und Sonne pur. Da gibt es nur die Variante - auf  zum Strand. Ich

sollte noch recht viel Schwimmübungen machen - tut meiner Schulter gut. Wir verbringen einige Stunden zwischen Meer

 und Agavenwäldchen, es ist einfach wunderschön hier. Später dann noch ein kleiner Spaziergang um das östliche Kap

der Bucht bis zur Ortschaft San Jose und zurück. Dann wird es bald Zeit zur Rückfahrt zum Stellplatz.

21.10.2017 - Wir verbringen auch den heutigen Tag am "Playa Genoveses" bei San Jose.

Bild: Unser Lieblingsplatz am  "Playa Genoveses"


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Vom 22.10.2017 bis 25.10.2017 (24. bis 27. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Rodalquilar                                        Stellplatz: P an der alten Goldmine

Position: N  36Grad  51Min.  2Sek.  /  E  2Grad  2Min.  39Sek.  oder:  36,8506   /  2,0442 Dezimalgrad

Da heute ein Sonntag ist, ist es wichtig, sich zeitig einen Platz am Strand zu sichern - vor allem, wenn man auf einen

bestimmten aus ist. Wir durchfahren San Jose und stehen am Zugang zu den Stränden vor einer Sperre, welche besagt,

 am heutigen Tag sind alle Strände gesperrt. Unser Spanisch ist leider zu schlecht, um einen Grund dafür vom Schild zu

 entnehmen. Was bleibt uns übrig, wir entscheiden uns für den Platz im Valle Rodalquilar, dem Playa "Playazzo". Hier

finden wir direkt hinter dem Strand noch Platz für unser Mobil. Das Meer liegt glatt vor uns wie ein Spiegel - es scheint

 ein schöner Badetag zu werden. Für den Rückzug am Abend entscheiden wir uns diesmal für das kleine Urlauberdorf

Rodalquilar im Hinterland, doch nur wenige Kilometer vom Strand entfernt. Von unserer letzten Reise ist uns noch ein

schöner Parkplatz bekannt, welchen wir aufsuchen. Nach dem Abendessen bummeln wir noch durch den Ort.

23.10.2017 - Noch vor dem Frühstück richten wir uns wieder am besagten Strand für den Tag ein, machen uns jedoch

schon bald auf, um den teilweise bewölkten Tag mal etwas anders zu gestalten. Einen der Wanderwege, der am Strand

beginnt, nehmen wir unter die Füße. Auf dem Rückweg besichtigen wir alte Bewässerungsanlagen der einst hier im

"Valley Rodalquilar" ansässigen Bauern. Die Lage der Felder ist noch deutlich sichtbar.

Noch ein bißchen Strandleben, dann brechen wir zu unserem Nachtlager in Rodalquilar auf - diesmal nicht auf besagtem

Parkplatz - etwas weiter nach oben - zum Ende der Straße. Von hier haben wir einen wunderschönen Rundblick auf die

umliegenden Berge, kleinen Buchten mit Meer und das zu Füßen liegende Örtchen Rodalquilar mit seinen weiß getünchten

Häuschen im maurischen Stil.

24.10.2017 - Gefrühstückt wird noch am Platz, dann auf zum Strand. Einige Stunden Strandleben mit Bad im Meer und in

der Sonne. Bald wird es etwas langweilig, wir packen unsere sieben Sachen und fahren zur Zugangspiste zur "Cala de

Canarje", welche uns zu Fuß zu einer kleinen Bucht mit großen schwarzen Steinen am Strand und einer großen Palme im

Zentrum bringen wird. So ist es noch von früher in Erinnerung und genauso finden wir es noch vor (Bild).

Ein betriebsames Bauernleben muß es hier einst gegeben haben. Terassenfelder mit mannshohen Mauern sind noch gut

erhalten. Wir stromern ein bißchen durch die Gegend. Nach unserer kleinen Wanderung geht es zurück nach

Rodalquillar.

25.10.2017- Das andauernd sommerliche Wetter hält uns hier fest. Mit Strandleben und kleineren Touren im Hinterland

und auch entlang der Küste verbringen wir unsere Zeit.

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Am 26.10.2017 (28. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Camperpark                                      Stellplatz: s. 15. 10.2017

        Camperpark

Den Tag verbringen wir am "Playa Playazzo". Unsere Tagesaktivitäten sind die gleichen. Abends entschließen wir uns,

nach San Jose zu fahren, um beim Camping "Tul" wieder zu entsorgen. Entsetzt stellen wir fest, dass man die schöne

Ent- und Versorgungseinrichtung für Camper verschlossen hat - nicht nachzuvollziehen, da doch so viele Camper hier

unterwegs sind. Aber was solls, wir drehen ab und fahren zum schönen Camperpark, welcher nur wenige Kilometer

weiter in Richtung Cabo de Gata direkt an der A 3108 liegt. Kostet uns zwar 10 Euro - aber wir sind hier gut

aufgehoben, können unsere vollen Tanks leeren und genügend Wasser für die nächsten Tage bunkern. Eine kleine

Wäsche kann so nebenbei mit erledigt werden und besonders genieße ausgiebig die schöne Dusche am Platz.


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Vom 27.10.2017 bis 30.10.2017 (29. bis 32. Reisetag):

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Rodalquillar                                       Stellplatz: P an alter Goldmine

Ich nutze die Zeit für reichlich viel Schwimmübungen im Meer in der kleinen Bucht am Strand "Playazzo" als Therapie

für meine steife Schulter, wir liegen faul in der Sonne und Marschieren ins nahe gelegene Las Negras zum Einkaufen.

So in etwa vergeht die Zeit - wir lassen uns mal einfach ein bißchen treiben. Am letzten Tag treffen wir alte und liebe

Bekannte von unserer Traumbucht auf Murter (Kroatien)  - Lydia und Gerhard. Man trifft sich am Nachmittag bei

Kaffee und Kuchen - Lydia hat extra einen leckeren Kuchen gebacken - es wird lange geplauscht über Erlebtes und über

Zukunftspläne. Die Abende und Nächte verbringen wir wie immer in Rodalquillar

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Vom 31.10.2017 bis 01.11.2017 (33. bis 34. Reisetag): Bild MA17-17-10-31

Tacho:                Anfahrt:

Ort:  Playa Genoveses(San José)                   Stellplatz: P hinter Strand

Position: N  36Grad  44Min.  44Sek.  /  W  2Grad  7Min.  29Sek.  oder:  36,7456   /  -2,1247 Dezimalgrad

Wir sind zwar nicht menschenscheu, doch er Andrang am Playa Playazzo wird uns zu dicke. Wir versuchen es noch

einmal mit dem ebenso schönen Strand bei San José "Playa Genoveses". Man steht hier zwar nicht direkt am Strand, hat

 trotzdem vom Mobil einen schönen Blick auf das Meer. Leider macht sich heute ein unangenehmer Wind auf. Nach

kurzem Strandaufenthalt ziehen wir es vor, unsere Wanderschuhe zu schnüren und marschieren los. So entdecken wir

zwei weitere entzückende und einsame kleine Badebuchten (Bild: Cala Barronal oder "Playa Nudista") und stolpern bald

zurück zu unserem Mobil. Am Abend kommen Steffi und Thomas aus Ingolstadt an unser Mobil. Sie interessieren sich

für unser mobiles Zuhause und wir erzählen von unseren Abenteuern. So vergeht die Zeit - Sonnenuntergang ist längst

vorüber - noch keine Parkranger zu sehen - wir bleiben heute hier am Platz stehen - hoffen doch auch ungestört.

1.11.2017 - Das Wetter ist besser als der -bericht. Deshalb bleiben wir noch einen weiteren Tag hier. Der starke Wind

und das recht bewegte Meer lädt nicht so richtig zum Baden - und schon garnicht zu physiotherapeutischen

Schwimmübungen ein. So machen wir wieder eine kleine Wanderung - diesmal Richtung Hinterland. Auch heute kommen

keine Ranger, um uns zu vertreiben. Wir schlafen wieder hier.

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