Home *** *** Zurück zur Reise *** Vorheriger Abschnitt

*

Reisetagebuch 'Panamericana 2005 - 2007'

Abschnitt 5 - 'Panamerikana - Teil 2'

*

Am 08.12.2005 (60. Reisetag): Bild PA-05-12-08

Tacho:

Ort: El Chalten Stellplatz:

Anfahrt:

Es sind noch 20 km bis zum Ziel El Chalten im Nationalpark "Los Glaciares" und statten zuerst der Touristinformation einen Besuch ab. Eintrittsgeld will man nicht haben, dafür erhalten wir eine kleine Wanderkarte und einen Hinweis für ein kostenloses Camp ganz in der Nähe. Es läßt sich also gut an - sogar das Wetter zeigt sich von der besten Seite. Noch am gleichen Tag bummeln wir durch das Örtchen und erkunden Möglichkeiten zum Einkaufen und Internet.

12.12.2005 - Heute soll es zum Fuße des Fitzroy gehen - eine der schönsten Wanderungen - viele Touristen sind unterwegs, wir kommen uns vor wie in der Hohen Tatra auf der großen Magistrale. So treffen wir deutsche Reisegruppen und viele Jugendliche mit Zelt und Schlafsack auf dem Rücken. Unterwegs gibt es viele Camps. Das letzte Drittel der Tour geht es steil bergauf - ganz schön strapaziös - aber wir schaffen es und werden am Ende belohnt mit einem Blick auf einen milchig-türkisblauem See unterhalb eines Gletschers am Fuße des Fitzroy-Hauptmassivs - einfach umwerfend.

13.12.2005 - Am nächsten Tag müssen wir unseren müden Gliedern Ruhe gönnen.

*

Vom 09.12.2005 bis 11.12.2005 (61. bis 63. Reisetag): Bild PA-05-12-09

Tacho:

Ort: El Chalten Stellplatz:

Anfahrt:

09.12.2005 - Die erste große Tour gehen wir an - zum Gletscher und Berg "Torre". Es wird eine schöne Wanderung - bei dieser Umgebung auch kein Wunder. An den nächsten 2 Tagen wird gefaulenzt - Schwätzchen gehalten mit anderen Touristen - viele sind schon mehrere Jahre hier unterwegs - und ein Besuch im Internetcafe ist auch noch drin.

*

Vom 12.12.2005 bis 13.12.2005 (64. bis 65. Reisetag): Bild PA-05-12-12

Tacho:

Ort: El Chalten Stellplatz:

Anfahrt:

12.12.2005 - Heute soll es zum Fuße des Fitzroy gehen - eine der schönsten Wanderungen - viele Touristen sind unterwegs, wir kommen uns vor wie in der Hohen Tatra auf der großen Magistrale. So treffen wir deutsche Reisegruppen und viele Jugendliche mit Zelt und Schlafsack auf dem Rücken. Unterwegs gibt es viele Camps. Das letzte Drittel der Tour geht es steil bergauf - ganz schön strapaziös - aber wir schaffen es und werden am Ende belohnt mit einem Blick auf einen milchig-türkisblauem See unterhalb eines Gletschers am Fuße des Fitzroy-Hauptmassivs - einfach umwerfend.

13.12.2005 - Am nächsten Tag müssen wir unseren müden Gliedern Ruhe gönnen.

*

Am 14.12.2005 (66. Reisetag): Bild PA-05-12-14

Tacho:

Ort: El Chalten Stellplatz:

Anfahrt:

Heutedann geht es noch einmal hinauf - das wird die letzte Tour in diesem Gebiet - oben angelangt hat man einen herrlichen Blick auf das gesamte Gebiet - die schneebedeckten Berge - die vielen kleinen und großen Gletscher und den großen See - ein guter Abschluß. Abends trifft Achim - Passagier vom Schiff - mit seinem Landrover am Platz ein - es wird noch lange erzählt.*

Am 15.12.2005 (67. Reisetag): Bild PA-05-12-15

Tacho:

Ort: El Chalten Stellplatz:

Anfahrt:

Heute feiern wir in aller Ruhe meinen Geburtstag.

*

Am 16.12.2005 (68. Reisetag):

Tacho: 141.473 (Gesamtstrecke 7093 km bzw 259 km seit Viedma-Gletschersee)

Ort: El Calafate Stellplatz:

Anfahrt: Rute 40

Unsere Tour führt uns weiter südlich zum Gletscher Punta Morena - es soll der einzige Gletscher der Welt sein, welcher noch weiter wächst - Abbruchkante ca. 60 m hoch und 4 km breit. Nach vielen Kilometern Rüttelpiste kommen wir am Mittag in El Calafate - einem kleinen Touristenort am Lago Argentino an - gehen Einkaufen und suchen einen Stellplatz an der man kann sagen Küstenpromenade. Vorher versucht Uwe noch sein Glück im Internetcafe - doch nach 3 Versuchen in unterschiedlichen Cafes gibt er auf.

*

Am 17.12.2005 (69. Reisetag): Bild PA-05-12-17

Tacho:

Ort: El Calafate/C Stellplatz:

Anfahrt:

Heute fahren wir zum Großen Gletscher - der Eintritt zum Nationalpark kostet hier pro Person 30 Pesos. Am Gletscher angelangt treffen wir Mercedes und Norbert aus Garmisch Partenkirchen. Wir verbringen lange am Gletscher - viele Touristen sind dort. Es donnert und kracht andauernd - der Gletscher ist immer in Bewegung - haushohe Wände brechen ab und donnern in den See. Leider ist das Wetter nicht besonders - trotzdem leuchten die Abbruchstellen und tiefen Furchen im Eis in den verschiedensten Blautönen. Da uns der Rancher am Naturparkeingang darauf hingewiesen hat, daß Übernachten im Park verboten ist, geht es am Abend zurück nach Calafate und dort zum Campingplatz. Auf dem Platz treffen wir einige deutsche Touristen - u.a. auch wieder Achim aus Bonn.

*

Am 18.12.2005 (70. Reisetag):

Tacho: 141.992 (Gesamtstrecke 7612 km bzw 519 km seit El Calafate)

Ort: Rio Turbio Stellplatz:

Anfahrt: Rute 40; 6 über Esperanza - alles Teerstraße

Für heute ist der erste Grenzübertritt nach Chile geplant - wir wollen zum Naturpark "Torre del Paine" - ähnlich wie am Fitzroy soll man dort schön wandern können - es soll der schönste und meist besuchte Naturpark Chiles sein. Wir lassen uns überraschen. Früh wird nochmals eingekauft und Uwe besucht ein 4. Internetcafe der Stadt - dort kann er wenigstens meine vielen Geburtstagsgrüße und die sonstige Post auf die Diskette kopieren. Nur mit den Anlagen klappt es noch immer nicht richtig. Auf schöner Teerstraße geht es erst einmal weiter in Richtung Süden - unterwegs treffen wir eine deutsche Bus-Reisegesellschaft "Kondor" - außerdem ein rollendes Hotel aus Chemnitz - wie man sieht, sind viele Deutsche in Argentinien unterwegs. In dem letzten Ort vor der Grenze suchen wir einen Stellplatz und finden ihn außerhalb des Ortes am Eingang eines Bergwerkstollens, welcher als Museum ausgebaut ist.

*

Am 19.12.2005 (71. Reisetag):

Tacho: 142.126 (Gesamtstrecke 7746 km bzw 134 km seit Rio Turbio)

Ort: Piste zw. Natales und NP Pain Stellplatz:

Anfahrt:

Noch vor dem Grenzübertritt müssen wir Kühlschrank und Gemüsefächer ausräumen und den Inhalt verstecken - Wurst- und Fleischwaren, Obst, Gemüse und Sämereien sind verboten, nach Chile einzuführen. Also das gleiche Versteckspiel wie bei Grenzübertritt nach Patagonien in Argentinien. An der Grenze läuft dann eigentlich alles problemlos und rasch - trotz unserer wenigen Spanischkenntnisse. Auf den ersten Blick gibt es kaum einen Unterschied zu Argentinien - man trifft hier nur mehr Rinderherden mit ihren Gauchos - Wohnhäuser und Estancias sind bescheidener. Wir kommen in den kleinen Küstenort Pto. Natales - hier stehen fast nur Holzhäuser. Die Häuschen der ärmeren Leute hier sind nicht viel größer als deutsche Gartenlauben. Wir versuchen, im Ort zu Gas zu kommen - aber weit gefehlt - hier ist nichts zu machen. So fahren wir weiter in Richtung "Torre del Pain". Wieder etliche Kilometer Rüttelpiste! Unterwegs findes wir etwas abseits vom Weg einen schönen Stellplatz und beenden die Tagesetappe - es muß ja noch fürs leibliche Wohl gesorgt werden und eilig haben wir es je sowieso nicht.

*

Am 20.12.2005 (72. Reisetag): Bild PA-05-12-20

Tacho: 142.215 (Gesamtstrecke 7835 km bzw 89 km seit Piste zw. Natales und NP

Ort: Laguna Amarga/Torre del Pain Stellplatz:

Anfahrt:

Wir fahren die Rüttelpiste weiter bis zum Nationalparkeingang an der Laguna Amarga. Dort treffen wir Doretha und Hermann aus dem Schwabenlande, welche auch mit einem großen WoMo unterwegs sind. Das Wetter hat sich verschlechtert - ab und zu tröpfelt es. Wir erfahren, daß die Bedingungen für eine Fahrt mit unserem Auto in den Park nicht besonders sind - hier ist mehr für Rucksacktouristen getan - wir sind verwöhnt vom NP "Glaciares am Fitzroy". Für eine kleine Wanderung lohnt der hohe Eintrittspreis nicht - Campingplatz gibt es für uns nur einen - der liegt sehr ungünstig und freies Übernachten ist verboten - und außerdem ist schlechtes Wetter im Anzug. Wir beschließen erst einmal außerhalb des Parkes am Ufer der Laguna Amarga mit Blick auf den "Torre" unsere Zelte aufzuschlagen und verbringen mit Dorethea und Hermann den Abend bei einer Flasche "Rotem". Auf dem See sind etwa 50 Flamingos und um den See an den Berghängen grasen Guanacos mit vielen Jungtieren. Sie kommen tagsüber nahe zum Auto heran.

*

Am 21.12.2005 (73. Reisetag):

Tacho:

Ort: Piste zw. Natales/NP Pain Stellplatz:

Anfahrt:

D. und H. verabschieden sich von uns - wir werden sie wohl bald wieder treffen. Das Wetter ist noch das gleiche. Wir computern und schreiben Tagebuch und warten ab. Gegen abend brechen wir dann doch unsere Zelte dort ab und fahren wieder in Richtung P. Natales bis zu dem uns von vor 2 Tagen bekannten Platz an der Piste.

*

Am 22.12.2005 (74. Reisetag):

Tacho: 142.603 (Gesamtstrecke 8223 km bzw 388 km seit Laguna Amarga/Torre del

Ort: Punta Arenas Stellplatz:

Anfahrt: Rute 9

Gleich am Ortseingang - welch ein Glück - finden wir die erste Gastankstelle in Südamerika. Wir können unsere Reserven wieder auffüllen. Dann suchen wir in der Stadt - Hauptstadt von Patagonien (Chile) - den einzigen großen Supermarkt und anschließend einen Stellplatz am Fährhafen von P. Arenas. Dort erfahren wir, daß eine Überfahrt von hier aus nach Feuerland ziemlich teuer kommen würde (mindestens 56.000 Pesos=80). Wir entscheiden uns deshalb für die andere Variante.

*

Vom 23.12.2005 bis 24.12.2005 (75. bis 76. Reisetag): Bild PA-05-12-24

Tacho: 142.716 (Gesamtstrecke 8336 km bzw 113 km seit Punta Arenas)

Ort: Puerto del Hambre Stellplatz:

Anfahrt: Ruta 9

Nachdem wir in P. Arenas unseren Großeinkauf getätigt und 2 große dunkle Brote gebacken haben, geht es weiter an der Magellanstraße entlang auf der Rute 9 zum südlichsten Punkt der Magellanstraße. Zunächst fahren wir viele Kilometer auf einer Betonstraße. Nach etwa 26 km biegen wir rechts ab auf eine Piste und wollen in den Forestal Laguna Parrillar. Dort hoffen wir auf ein schönes Plätzchen für die Feiertage an einem See. Leider verlangt man für den Eintritt in das Reserva und das Übernachten so viel, daß wir auf dem Absatz kehrt machen. Es geht nun noch weiter bis P. del Hambre - vorbei an einen Monolithen, welcher bekunden soll, daß hier die geographische Mitte Chiles sein soll - vom Südpol bis zur peruanischen Grenze (ganz schön frech - nicht?). Noch 2 km bis zu unserem Weihnachts-Stellplatz - ein schönes Plätzchen direkt an der Magellanstraße.

- Special von Uwe: ***Hier hat - wie am "Monument" zu lesen ist - Sarmiento de Gamboa 1583 die "Ciudad Rey Don Felipe" gegründet und mit dreihundert spanischen Siedlern bevölkert, die nach einem Jahr alle verhungert waren. Deshalb heißt die jetzt wieder einsame Stätte "Puerto del Hambre" - Hungerhafen und ein paar extra dafür stationierte Soldaten hissen täglich die Fahne für die Helden, die sicher gar keine sein wollten. - Warum ich das hier einflechte? Die Geschichte kenne ich schon lange. In den siebziger Jahren habe ich das Buch "verflucht Sarmiento" gelesen und hätte damals jeden, der mir prophezeit hätte, daß ich den Schauplatz eines Tages persönlich kennen lernen würde, für verrückt erklärt.***

24.12.2005 - Wir bereiten die Post für den nächsten Internetcafebesuch vor und erledigen sonst noch Einiges. Dann wird Weihnachten gefeiert - nachmittags mit Pfefferkuchen und Dresdner Stollen und abends wie üblich. Mit großer Spannung öffnen wir unser Geschenkpaket von unseren lieben Kindern und sind sehr überrascht und freuen uns über die schönen Geschenke.

- und noch ein Special von Uwe: *** Heiliger Abend, der ungewöhnliche Ort (s.o.), die himmlische Ruhe - das Alles macht nachdenklich. Irgendwie spüre ich große Dankbarkeit dafür, daß ich das alles noch erleben darf - Dankbarkeit gegen wen? In erster Linie natürlich gegen Beate, weil sie sich für das große Abenteuer begeistern konnte, meine Familie, die dafür Verständnis zeigt, vielleicht auch ein wenig der großen Politik (Gorbi,Kohl und Gentscher, vielleicht auch noch den Verständigsten aus'm Politbüro), daß es damals eine Vereinigung und nicht eine Vernichtung wurde.***

*

Vom 25.12.2005 bis 27.12.2005 (77. bis 79. Reisetag): Bild PA-05-12-25

Tacho:

Ort: Puerto del Hambre Stellplatz:

Anfahrt:

25.12.2005 - Die von unserem SP aus zu sehende kleine Festung Fuerta Bulnes wollen wir zu Fuß besuchen. An der Küste nehmen wir den Hinweg und über die Landstraße geht es dann zurück. Es kamen einige Kilometer zusammen, denn wir waren mehr als 3 Stunden unterwegs.

26.12.2005 - Heute wird weiter am Tagebuch geschrieben und Uwe puzzelt an einem Programm, denn das Wetter ist im Mobil am besten zu ertragen.

27.12.2005 - Es scheint wieder die Sonne - so beschließen wir unseren Aufenhalt hier noch um einen Tag zu verlängern.

*

Am 28.12.2005 (80. Reisetag):

Tacho: 142.779 (Gesamtstrecke 8399 km bzw 63 km seit Puerto del Hambre)

Ort: Punta Arenas Stellplatz:

Anfahrt:

Es geht wieder zurück nach Punta Arenes, bevor wir nach Feuerland übersetzen soll noch eingekauft werden und ein Besuch im Internetcafe ist notwendig. Als Übernachtungsplatz suchen wir den Fährhafen wieder auf.

*

Home *** *** Zurück zur Reise *** Nächster Abschnitt